Ich war früher immer schlecht in Mathematik. Allerdings fällt es mir heute sehr leicht mir große Zahlen und Zusammenhänge vorzustellen. Die meisten Menschen können nicht exponentiell Denken, weil so etwas in der Natur in dieser Form eigentlich nicht vor kommt. In unserem Geldsystem kommt es allerdings sehr oft vor! Zinseszinsen verlaufen exponentiell. Zur Verdeutlichung habe ich mal ein bisschen herum gerechnet. Wichtig ist mir der Unterschied zwischen Zins zu Zinseszins.

Ich beachte bei der Berechnung, dass Vermögen auch vererbt werden kann.
Aus einem Anlagebetrag von 100€ werden nach 100 Jahren, bei jährlich 5% Zinsen, ziemlich genau 13.150 Euro. Würden die Zinsen nicht mitverzinst werden, hätte der Anleger nach 100 Jahren nur 600 Euro. Der Unterschied zwischen Zins und Zinseszins beträgt hier im Beispiel also 12.550 Euro. Dies ist das fünfundzwansigfache! Der Betrag (mit Zinseszins) wächst exponentiell an. Nach weiteren 100 Jahren hat er sich nicht verdoppelt sondern beträgt schon 1.729.258 Euro. Dies sprengt die Vorstellungskraft vieler. Man geht davon aus, dass sich bei doppelter Anlagedauer auch das Anlageergebnis verdoppeln müsste. Dies ist aber falsch: Hier im Beispiel sehen wir ein Endergebnis, welches das 131-fache des Betrages ausmacht. Nach 331 Jahren erreicht der Anlagebetrag von ursprünglich 100 Euro die Milliardengrenze und nach 350 Jahren sind es schon über 2 Milliarden Euro. Der Betrag wächst immer schneller. Man stelle sich eine Familie vor, die solch ein Vermögen vor sich her vererbt. Diese Familie hat ausgesorgt und bekommt leistungsloses Einkommen, für das sie nicht mal Beiträge zur Sozialversicherung bezahlen muss. Der Betrag wächst so schnell, dass mein Rechenprogramm versagt. Ab einigen hundert Jahren müsste man den Betrag in Erdkugeln aus Gold angeben, nach zirka tausend Jahren reicht nicht mal mehr eine Sonne aus purem Gold (nach aktuellem Goldpreis).

Es ist wichtig zu begreifen, dass unser Geldsystem exponentiell verläuft. Es ist nicht linear. Die, die viel Geld haben, werden immer schneller, immer mehr, Geld bekommen, und mit den Schuldnern verhält es sich genau umgekehrt. Die Schulden wachsen ebenfalls exponentiell, denn Geld = Schulden. Diese Umverteilungsmaschine läuft höchst effizient. Man stelle sich die obige Familie vor, die nach 350 Jahren bereits 2 Milliarden Euro hat. Alleine die Zinsen, die sie aktuell bekommen belaufen sich auf 1,25 Millionen Euro pro Jahr. Sie bezahlen hiervon keine Beiträge zur Sozialversicherung und müssen es nur mit 25% versteuern. Wo kommen diese 1,25 Millionen her? Es handelt sich um Zinsen, die von den Leistungsträgern über Kredite, Steuern und Produktpreise bezahlt werden. Es handelt sich hier um eine Umverteilung "von fleißig zu reich". Die wahre Ursache von sozialer Ungerechtigkeit und Umverteilung liegt im exponentiell wachsenden Schuldgeldsystem. Manche Politclowns denken immer noch, man könnte durch Mindestlöhne, Betreuungsgeld, BGE etc... die Menschen soweit ruhig stellen, dass sie die wahre Ursache nicht mehr erkennen. Ich finde das mehr als pervers. Nur weil viele Menschen keine exponentielle Vorstellungskraft haben, heißt dies nicht, das es nicht wichtig ist. Unser Schuldgeldsystem ist DIE Ursache, die hinter vielen sozialen Problemen steckt. Es ist aber ein Tabuthema, denn viel lieber als die Ursache zu beheben, verwaltet man lieber nur die Folgen. Unser Geld ist planwirtschaftlich organisiert; nicht liberal. Es sammelt sich planmäßig immer da, wo schon welches ist. Die Zuwächse sind exponentiell und irgendwann können die wenigen Leistungsträger diese Last nicht mehr schulten. Nach wem soll man dann rufen, nach dem Sozialstaat oder nach einem neuen Geldsystem?


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