Die meisten Menschen haben die Hoffnung auf ein Ende der Krise längst aufgegeben. Seit 2008 hämmern alle Beteiligten auf uns herein, wie schlimm doch alles ist. Die Krise wird meiner Meinung nach niemals gelöst werden können. Die Probleme werden zwar verschoben, aber niemals eliminiert (siehe: Krisentransformation). Mal sind es Immobilien, mal sind es Banken, mal sind es Staaten, mal ist es die Wirtschaft und irgendwann wird es der Arbeitnehmer sein, der das Zentrum der Krise darstellt. Die Systemkrise wird niemals gelöst; sie wechselt nur den Schauplatz. Statt auf die Lügenpolitik und deren Versprechen zu hoffen, müssen für die Bürger andere Lösungswege her.
Ganz ausklinken aus dem System können sich die meisten Menschen nicht. Die meisten von uns sind nunmal Hamster in einem Rad und müssen im abgeschlossenen Käfig unsere Runden drehen. Wer nicht mit macht geht unter oder gilt als radikal. Zudem sind die meisten Menschen gerne in ihrer Hamsterrolle. Noch immer werden die Putschisten dieses Systems (CDU, SPD, FDP, Grüne u.a.) von den meisten Wählerinnen und Wählern gewählt. Obwohl eine Mehrheit der Bundesbürger für Europa ist und damit die Gleichschaltung von Mensch, Medien, Kultur und Politik ablehnt um die Vielfalt zu bewahren, will eine Mehrheit der im Bundestag vertretenen Marionetten genau dies. So lange diese Schauspieler noch immer von klar denkenden, erwachsenen Menschen dazu legitimiert werden, unsere Freiheit zu beschränken, so lange gehe ich davon aus, dass die Systemkrise demokratisch gewollt ist. Man nennt es Demokratie, wenn 10 Füchse und 2 Gänse über das Abendessen bestimmen. Es ist traurig zu sehen, dass viele Menschen den Systemfehler zwar begreifen, sie aber fälschlicherweise davon ausgehen, dass sie machtlos sind. In der Tat: Sie sind machtlos, denn sie waren so ignorant und haben ihre Macht an Marionetten abgegeben. Aus Fehlern lernt man? Nein. Doch nicht die Deutschen! Die aktuelle BRD/EU-Regierung ist ja nicht die erste (un)demokratische Zentralregierung auf europäischem Boden.
Wer das (Geld-)System versteht und den Systemfehler mit vernünftigen Augen sieht, hat mehrere Möglichkeiten sich zur Wehr zu setzen. Zum einen kann man beispielsweise einen Blog oder ein Buch schreiben um anderen Menschen Wissen zu vermitteln. Außerdem kann man sich in Parteien engagieren oder sogar selbst eine Partei gründen (aktuell: Stronach-Partei in Österreich). Dies alles macht man aber nur für´s Gewissen. Wirklich etwas bringen tut es nicht, denn die Sklaven lieben ihren Sklavenhalter. Sie lieben ihn deshalb, weil sie von ihm abhängig sind. Sklaven ohne Sklavenhalter sind halt auch nur obdachlose Penner. "Die Kuh, die man melken will, schlachtet man nicht", sagt ein altes Sprichwort. Die meisten Möglichkeiten von der aktuellen Situation zu profitieren findet man bei sich selbst. Fernab der üblichen Anlageklassen findet man neue Möglichkeiten Werte (nicht unbedingt Geld!!!) zu investieren. Ich rede bewusst von Werten und nicht von Geld. Ich verwende den Begriff Rendite im Sinne von Nutzen und nicht unbedingt im Sinne eines Prozentsatzes. Neben den klassischen derivativen Anlagemöglichkeiten, die von einer Krise profitieren, gibt es drei neue Anlageklassen: 1. Die Blödheit und Ignoranz der Masse, 2. Bildung und 3. Gesundheit. Wie ihr seht, handelt es sich weder um Konten noch um Wertpapiere.
"Die Blödheit der Masse" als Anlageklasse ist zugegebenermaßen etwas provokant formuliert. Es handelt sich hier um Preisblasen, die durch Ignoranz und Herdentrieb entstehen. Weil bei mir sowas wie Propaganda kaum funktioniert, erkenne ich diese meist ziemlich früh. Zu dieser Anlageklasse gehört auch sowas wie der "BILD-Zeitungsindikator". Wenn die BLÖD (u.a.) schreibt, dass beispielsweise Aktien, Gold, Immobilien, oder andere Güter steigen werden, dann kommt es meist gegenteilig. Schön zu sehen war dies beim Facebookbörsengang. Jeder normal denkende Mensch wusste, dass es schief geht, aber die Medien haben oftmals positiv darüber geschrieben um möglichst viele Privatanlager zu locken. Für die Älteren unter uns: Beim IPO der Telekom und anderen Unternehmen vor vielen Jahren wurde dies ähnlich gemacht. Bei Menschen, die bei einer 10%igen gefühlten Inflation teilweise nur 3% bis 5% Gehaltssteigerung verlangen, zweifle ich tatsächlich am gesunden Menschenverstand. Niemand ist allwissend aber man sollte wissen, was man nicht weiß! Um von dieser Anlageklasse zu profitieren reicht es im Prinzip aus, all das zu meiden, was zu einer medial getriebenen Preisblase führen könnte. Profis können die Blasen natürlich auch derivativ nutzen. Dies ist aber denjenigen vorbehalten, die sich entsprechend auskennen.
Um in die eigene Bildung zu investieren braucht man kaum Startkapital. Die Rendite zeigt sich fast ausschließlich als realer Nutzen. Mentale und geistige Gesundheit sowie ein breites dogmenfreies Wissen sind extrem wichtig um die Krise als selbstbestimmter Mensch zu überstehen. Nach dem großen Reset werden die Mitläufer des alten Systems nicht mehr benötigt. Was man dann braucht sind schlaue Köpfe, die selbstständig und befreit denken können. Mit Bildung meine ich natürlich auch Fähigkeiten. Hand auf´s Herz: Wer könnte sich 2-3 Monate von einem Garten oder Feld ernähren? Wer könnte in Wald & Wiese essbares finden und es dann auch noch schmackhaft zubereiten? Also ich könnte das nicht, will es aber mal bei Gelegenheit lernen. Meine Oma hat noch Lebensmittel eingemacht und auf Lager gehalten. Ich kann dies nicht mehr; warum eigentlich? Unsereins geht selbstgefällig in den nächsten Supermarkt und steckt das hart erarbeitete Geld in den Allerwertesten von Großkonzernen wie Nestle, Unilever und deren Aktionäre (mehr dazu hier). Bildung heißt eben auch, fähig zu sein, für sich selbst zu sorgen. Zudem sollte man die Krise verstehen. Man selbst kann sie zwar nicht lösen aber man kann lernen mit ihr umzugehen. Mentale- und methodische Kompetenzen als Anlageklasse zu sehen ist ebenfalls spektakulär, aber warum denn nicht? Bildung ist eines der wenigen Güter, das sich vermehrt, wenn man es teilt. Monetäre Werte sind zwar auch schön, aber Nutzwerte gewinnen meiner Meinung nach stark an Bedeutung. Die Rendite misst sich dann nicht in Prozent sondern in echtem erlebbarem Nutzen.
Die für meinen Geschmack beste Anlageklasse ist die Gesundheit. Ähnlich wie bei Bildung investiert man hier in sich selbst. Neben mentaler Gesundheit ist auch ein gesunder Körper einiges Wert. Durch Sport und gezieltes Training können Krankheiten vermieden werden (mehr dazu). Gesundheit kann man sich nicht kaufen; man muss sie sich erarbeiten! Der menschliche Körper ist nicht dafür gebaut, auf Bürostühlen zu sitzen. Unser Körper braucht Bewegung, frische Luft und ab und zu auch mal Anstrengung. Ein kaputter Körper lässt sich nur schwer wieder gesunden. Die Bevölkerung wird immer dicker; nicht nur in den USA sondern auch hier bei uns. Auch Drogenkonsum sehe ich als großes Problem an. Ich behaupte, dass mindestens ein Viertel aller Deutschen alkoholabhängig ist. Kennt jemand Leute, die ohne Fahrer zu sein, freiwillig bei einer Feier auf Alkohol verzichten? Diese Leute gibt es, sie sind aber selten. Egal ob beim Sektempfang, in Wirtshäusern oder bei Events: Die Sauferei ist Bestandteil der modernen Kultur. Forscher fanden heraus, dass auch manches Essen süchtig machen kann (mehr dazu). Statt sich mit Chemie und Drogen vollzupumpen sollte man auf den eigenen Körper achten, denn man hat nur diesen einen. Sport und gesunde/ausgewogene Ernährung schützt vor vielen Krankheiten und hält fit. Mit einer trainierten Rückenmuskulatur kann man beispielsweise einem Bandscheibenvorfall vorbeugen. Wer gesund ist, begibt sich nicht in Abhängigkeit zur Pharma- und Krankheitsindustrie. Wenn diese Freiheit politisch gewollt wäre, dann würde man keine schwabblig fetten Menschen auf den Straßen sehen. In der Tierwelt gibt es kein Übergewicht. Dies schaffen nur Menschen und Masttiere. Die Menschen sollen gefälligst zu Hause auf dem Sofa ARDumm schauen und dabei Bier & Chips konsumieren. Genau so wünscht sich die Politik ihr Volk. Wenn es nicht so wäre, dann würde man es ändern. Um in die eigene Gesundheit zu investieren benötigt man kaum Kapital sondern einen starken Willen sowie Bildung. Die Anlageklassen "Bildung und Gesundheit" korrelieren im späteren Portefeuille knapp unter 1, um das ganze mal in Bankersprache zu sagen.
Ich freue mich wie immer über zahlreiche Kommentare hier im Blog,
oder via Twitter an http://twitter.com/_JennyGER_ Die Kommentarfunktion funktioniert bei manchen nicht immer reibungslos. Wer Probleme hat, kann mir seinen Kommentar gerne auch per Mail an JennyGERmail-blog (at) yahoo.de senden. (Ich setze ihn dann drunter)
liebe Grüße, eure Jenny
















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