Ich will hier natürlich zu nichts anstiften, aber es gibt wohl eine Rechtssprechung, die dabei hilft, risikolos zu zocken. Der völlig absurde und durch politischen Aktionismus getriebene Verbraucherschutz erlaubt es Anlegern, ihre Investments rückwirkend abzuwickeln, sofern die Bank einen Fehler gemacht hat und diesen macht sie angeblich oft.

Finanzberater und Banker müssen ihren Kunden mitteilen, wie viel sie bei der Vermittlung von Finanzprodukten wie zum Beispiel Investmentfonds und Zertifikaten verdienen. Es reicht nicht, die Kosten und Ausgabeaufschläge zu nennen. Der Berater muss exakt offenlegen, wieviel er bzw. seine Bank verdient. Das Verschweigen der Zahlung stellt nach Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes eine Vertragsverletzung dar, die zu zivilrechtlichem Schadensersatz führt.

Der Bundesgerichtshof hat in drei Entscheidungen seine Kick-Back-Rechtsprechung anlegerfreundlich klargestellt. Seither gilt: Geldanleger, die nach Anlageberatung durch eine Bank z.B. Fondsanteile gekauft haben, dabei einen Ausgabeaufschlag oder eine sonstige Provision zahlen mussten und später Verluste erlitten haben, können sich diese Verluste von der beratenden Bank ersetzen lassen. Soweit bekannt haben alle Banken der Rechtsfälle Kick-Back-Provisionen kassiert, ohne Anleger darüber zu informieren.

Man könnte das jetzt natürlich ausnutzen. Man lässt sich von einer Bank beraten und kauft ein risikoreiches Finanzprodukt. Legt der Berater keine Provisionen offen, dann lässt man es laufen. Geht die Spekulation auf, nimmt man die Gewinne mit. Geht die Spekulation schief, dann lässt man das gesamte Geschäft rückabwickeln und beruft sich auf den Beratungsfehler. Die Bank trägt dann, nach einschlägigem Rechtsverständnis, die Verluste. Ob das in der Form funktioniert, weiß ich natürlich nicht, aber anscheinend versuchen das immer mehr Anleger. Viele Banken haben aufgerüstet. Beispiel Sparkasse: Die Beratungssoftware, welche ein Beratungsprotokoll erstellt druckt das Protokoll erst, wenn eine "Berechnung über die Vergütung" erstellt und gedruckt wurde. Ohne die Eingabe der Protokollnummer ist die Erfassung eines Orders nur schwierig möglich.

Ich rate natürlich davon ab, einem Berater oder einer Bank bewusst einen Schaden zufügen zu wollen.
Macht der Berater aber einen Fehler oder verschweigt sogar aktiv die Provisionen, dann haben Anleger ein Recht auf Rückabwicklung des Investments. Dies werden natürlich nur diejenigen Anleger machen, deren Finanzprodukt Verluste eingefahren hat. Tipp: In solchen Fällen sollte man sich Rechtsbeistand besorgen.


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