Die europäische Zentralregierung will uns davon überzeugen, dass 100.000€ viel Geld seien. Eine Zwangsabgabe darauf träfe nur die wirklich Reichen. Hat man doch die Linken mit ihrer Vermögenssteuer für Beträge über einer Million stets belächelt, aber das nur am Rande. 100.000€ sind nicht viel Geld; ich habe nachgerechnet.

Die EU hat gezeigt, dass sie vor nichts zurückschreckt. Selbst die Enteignung und Beschneidung von Guthaben ist denkbar. Auch wenn in Zypern erst Guthaben ab 100.00€ beschnitten werden, muss man darauf hinweisen, dass 100.000€ nicht viel Geld sind. Ich plane in 41 Jahren in Rente zu gehen. Abgezinst mit einer 2%igen Inflationsrate entsprechen 100.000€ in 41 Jahren heutigen 45.000€.

Wenn ich mit 67 von diesen 100.000€ noch für zirka 25 Jahre leben will und sie zu 3% anlegen kann, dann habe ich eine monatliche Zusatzrente in Höhe von 522€ pro Monat was zu heutigen Preisen in etwa 230€ pro Monat entspricht. Da sag nochmal jemand, dass 100.000€ viel Geld sei. Dient der Betrag zur Altersvorsorge, dann ist das sogar noch wenig. Mit 230€ kann ich meine prognostizierte Rentenlücke nicht mal ansatzweise schließen.

Würde ich jetzt in Rente gehen und hätte 120.000€ und wir hätten zypriotische Verhältnisse mit einer Abgabe von z.B. 40%, dann würden mir monatlich 251€ fehlen, denn ich könnte nur noch 72.000€ verrenten und nicht mehr 120.000€.
Es trifft ja nur Konten und nicht Versicherungen? Falsch gedacht, siehe hier und hier. Oder lest einfach das Buch "Der größte Raubzug der Geschichte". Das Doofe dabei: Die ausgeraubten klatschen Beifall.

Wer sein Leben lang gespart hat oder selbstständig war und jetzt seinen Betrieb verkauft um von dem Erlös zu leben, für den sind 100.000€ nicht viel Geld. Stellt euch vor, man hat Pflegestufe 3 und muss noch 3.500€ monatlich fürs Pflegeheim abdrücken: Im 29sten Monat wäre man gnadenlos pleite!

Wenn ich bis zum Rentenbeginn privat vorsorgen möchte um z.B. eine 500€ Zusatzrente zzgl. einer gewissen Liquidität zu haben, dann muss ich zirka 200.000€ zusammen bekommen. Mit 5% Rendite p.a. und einem Sparbeitrag von genau 102,98€ schaffe ich das sogar. Eine Zwangsabgabe würde dann aber einen heftigen Einschnitt bedeuten. Man könnte jetzt was böses denken: Warum wohl treibt uns der Staat mit aller Gewalt in die private Vorsorge? Damit er was zum enteignen hat um es der Hochfinanz zu geben? Interessante Nebenrechnung: Hätte ich zum Rentenbeginn nicht 200T€ sondern zum Beispiel eine Million, dann könnte ich monatlich 2.000€ Rente bekommen, ohne dass das Kapital weniger wird, denn die Zinserträge (bei 2,5%) wären höher als die Auszahlungen. Dieser Gäg nur am Rande - gilt nur für Millionäre. Man nennt das auch "das BGE der wenigen". Ach ja, da wäre sie wieder, die Vermögensabgabe ab 1 Mio€... hier passt sie hin!


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