Tolle Überschrift, gell? Hätte ich das vor ca. 150 Jahren geschrieben, dann wäre ich als hetzerische Verschwörungstheoretikerin an die Wand gestellt worden. Wie werden unsere Nachfahren mal über unsere Märchen denken?

Im antiken Griechenland galt die Masturbation als vollständig akzeptierte Spielart gesunder Sexualität. Erst im 18. und 19. Jahrhundert fand in ganz Europa ein Feldzug gegen die Masturbation statt. Heute wissen wir, dass die "Liebe an und für sich" weder blind noch dumm macht. Das Beispiel zeigt, wie abartig fehlgeleitet ein Glaube sein kann, wenn er nur "politisch korrekt" installiert wird. Über die Frage ob Europa den Euro braucht oder nicht braucht, wird man in einigen Jahren genauso lachen, wie über die Frage ob Masturbieren blind macht. Es gibt noch weitere Irrglauben:

  • Karotten erhöhen die Sehkraft?

Die orangen Möhren beinhalten tatsächlich viele Inhaltsstoffe, welche dem Augenlicht helfen. Die Karotte enthält aber im Vergeich zu anderen Gemüsesorten nicht wesentlich mehr davon. Dieser Irrglaube wurde 1940 von den Briten in die Welt gesetzt. Die Insulaner hatten als Erste ein Ortungssystem auf Radarwellenbasis entwickelt. Damit hatten die Politen sogar nachts eine gute Trefferquote. Die Presse behauptete einfach, dass die Royal Air Force ihren Piloten viele Karotten zu essen gab. Das Märchen hält sich bis heute.

  • Muss man auf Cholesterin achten?

Cholesterin (Blutfett) ist ein für Menschen und Tiere lebenswichtiger biochemischer Naturstoff, der in nahezu allen Geweben des Körpers vorkommt und in allen Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs enthalten ist. Beim Menschen wird Cholesterin hauptsächlich im Körper selbst hergestellt und nur zu einem geringen Teil mit der Nahrung aufgenommen. "Schluss mit der Cholesterin-Hysterie" fordert beispielsweise Walter Hartenbach in seinem Buch "Die Cholesterin-Lüge - Das Märchen vom bösen Cholesterin". Er behauptet, den Beweis dafür führen zu können, dass die gefürchteten Volkskrankheiten Arteriosklerose und Herzinfarkt nichts mit hohen Cholesterinwerten zu tun haben. Gesunde Menschen, die sich ausgewogen ernähren, brauchen keine überteuerten "Functional-Food-Produkte", wie beispielsweise Cholesterin senkende Margarine.

  • Macht Alkohol dick?

Der Energiegehalt von Wein oder Bier ähnelt dem vom Apfelsaftschorle. Was allerdings dick macht ist ein anderer Effekt: Wenn der Körper Alkohol verarbeiten muss, dann geht er davon aus in einem Vergiftungszustand zu sein. In solchen Notsituationen lagert er sämtliche Energiezufuhr, die nicht sofort verbrannt werden kann, für später ein. Es ist also nicht das Bier, das den Bierbauch macht, sondern das Essen. Lässt man beim Alkoholgenuss, 2-3 Stunden vorher und bis zum nächsten Morgen jegliche Nahrung weg, dann macht er auch nicht dick. Alkohol hat einen appetitanregenden Charakter und lähmt den Magen. Zudem neigt man "besoffen" zu Fettigem und Salzigem. Der Körper schreit förmlich danach. Es ist nicht der Alkohol, der dickt macht; es ist das Essen.

  • Politische Märchen....

Erwärmt sich unsere Erde durch CO2? Braucht der europäische Friede den Euro? Ist das Notenbankenkartell alternativlos (DVD-Tipp dazu)? Entsteht Öl abiotisch? Diese und viele andere Fragen darf man aktuell nicht stellen. Wer sie stellt gilt als radikal und populistisch. In 150 Jahren werden sich unsere Urenkel vielleicht erinnern. Möglicherweise werden sie herzhaft lachen; so wie wir heute über die damals politisch korrekte Aussage: "Masturbieren macht blind". Heutzutage ist es völlig normal, ab und zu in einer (befrucht-)BAR ein Masturbierchen zu trinken.


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