Als Enteignung bezeichnet man umgangssprachlich den Entzug des Eigentums durch den Staat. Nun sollen Bankkunden für ihre Banken haften, Steuerzahler werden geschröpft und Sparer haben negative Renditen. Enteignung durch Ausübung von Gewalt könnte man sogar Raub nennen.

Stellt euch vor, ihr bringt euer Auto in die Werkstatt.
Die Werkstatt geht pleite und euer Auto wird zur Rettung enteignet. Ist das sozial gerecht, weil viele andere ärmere Menschen kein Auto haben? Jeder Autodieb wird, wenn er gefasst wird, von einem Gericht bestraft. Unsere Politiker hingegen werden gefeiert und gewählt. Wenn es nicht so ernst wäre, dann könnte man darüber lachen. Was können Bankkunden dafür, dass ihre Bank einem System angehört, in dem hemmungslos gezockt wird?

Der Wahlkampf ist auch so eine lustige Sache. Die Sozialkassen platzen vor Geld (1) - sie sind so gut gefüllt, wie schon lange nicht mehr. Und Herr Schäuble verzeichnet Rekordeinnahmen (2). Keine ernstzunehmende Partei will nach der Wahl die Steuer- und Beitragszahler entlasten. Warum eigentlich nicht? Statt endlich mal die Ausgabenstruktur zu reformieren, sitzt man lieber im Sandkasten und plärrt wie ein kleines Kind nach dem Schäufelchen. Und die zwangsfinanzierten Medien klatschen Beifall. Schon toll so eine "Diktatur der Verdummten".

Und was macht der Sparer? Er zuckt mit den Achseln und weiß sich nicht zu helfen. Er wird nicht bestohlen, denn er lässt es zu. Demnach ist es kein Verbrechen. Selbst wenn die Realrendite positiv ist, so ist sie auch verringert. Durch Manipulationen der Notenbank sind die Renditen aller Laufzeitbereiche im Keller. Selbst wenn man es schafft, die Inflation zu schlagen, so fehlen langfristig wichtige Prozentpunkte. Beispiel: 100€ monatlich zur Altersvorsorge. Bei 7% p.a. bekommt man 248.646 Euro zusammen; bei 6% p.a. wären es nur 191.750 Euro. Es fehlen knapp 57 tausend Euro oder zirka 200€ Monatsrente.

Rechnet mal eure persönliche Situation durch. Man wird geschröpft, ausgezogen, benutzt und enteignet. Wenn man sich nicht wehren kann, dann ist es Diebstahl. Ich bin gerne bereit meinen Beitrag zum Sozialstaat zu erbringen. Zirka ein Drittel des Bundeshaushaltes gehen für Krieg, Schuldendienst, Zinszahlungen und weiteren Schwachsinn drauf. Hieran möchte ich mich nicht beteiligen. Es bleibt abzuwarten ob die neue Partei "Alternative für Deutschland" nur aus dem Euro raus will, oder ob sie auch diese Herausforderungen angeht.

(1) Welt.de am 13.04.2013
(2) Abendzeitung München am 21.03.2013

Meine Arbeitskraft und die Werte, die ich erschaffe, sind mein Gott verdammtes Eigentum. Ich selbst möchte entscheiden, wen ich daran Teil haben lasse!

PS: Der letzte Satz ist weniger libertär als ihr denkt, denn ich spreche von meiner Arbeitskraft und "Werten, die ich erschaffe". Bedingungslose Zinserträge, pervers hohe Managergehälter und viele andere Einkommen würden nicht darunter fallen.


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